Nach dem Wochenende stellt sich das Lagebild über den oben aufgeführten Vorfall vom 1. Juni 2012 wie folgt dar: Nach medizinischer Anschlussversorgung im deutschen Einsatzlazarett in Prizren wurde der am Oberarm verwundete Soldat am 2. Juni 2012 nach Deutschland geflogen und wird in einem Bundeswehrkrankenhaus stationär behandelt.
Während der Nachbereitung der oben aufgeführten Operation meldeten sich am 2. und 3. Juni 19 weitere Soldaten mit leichten Verwundungen (Knalltraumen, Fraktur Ringfinger, Hämatome, Verletzungen durch Steinwürfe sowie Knieverletzungen) zur medizinischen Versorgung. Über eine mögliche Repatriierung dieser Soldaten ist durch die medizinischen Fachabteilungen noch nicht abschließend entschieden worden. Die Soldaten haben ihre Angehörigen selbst informiert.
Im Verlauf der insgesamt rund neunstündigen KFOR-Operation zur Räumung der Straßenblockaden bei Rudare am 1. Juni waren die deutschen Einsatzkräfte zeitweise in Schusswechsel mit gewaltbereiten Demonstranten verwickelt. Die Soldaten waren gezwungen, Reizstoffe einzusetzen und das Feuer zu erwidern. An mehreren deutschen Fahrzeugen wurden Beschussschäden festgestellt.
Der Vorfall ist abgeschlossen.